Aktuelle Ausstellung
Frauen prägten Nachbarschaften als Hausbesitzerinnen, Mieterinnen, Unternehmerinnen, Händlerinnen, Arbeiterinnen, sozial engagierte Aktivistinnen und Künstlerinnen – oft ohne Spuren in der offiziellen Erinnerungskultur zu hinterlassen. Mit unserer Spurensuche nach Frauen der Hirschenstraße in Fürth, neuer Sitz des Museum Frauenkultur Regional – International, zeigen wir, wie Frauen unterschiedlicher Milieus und Herkunft die Entwicklungen von Stadtgeschichte – gespiegelt und gebündelt in einer Straße – unserer Straße – erlebt haben und bis heute gestalten.
20. Juni 2026 bis 4. April 2027
Diese Ausstellung wurde gefördert von:
Stadt Fürth Bezirk Mittelfranken Kulturfonds Bayern Stiftung Fons Margarita
Ausstellungen
Die Ausstellungen entstehen aus der Arbeit des Nürnberger Vereins Frauen in der Einen Welt – Zentrum für interkulturelle Frauenalltagsforschung und internationalen Austausch e. V., dem Träger des Museums.
Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus Alltag, Kultur und gesellschaftlichem Wandel – Sichtweisen, die uns verbinden, überraschen und neue Perspektiven eröffnen.
Vergangene Ausstellungen
-

Gesonderte Momente - Café Dialoge
Das Museum Frauenkultur Regional - International eröffnet einen Raum, der interkulturelle Verständigung und internationalen Austausch durch bildende Kunst und Dialoge erlebbar macht.
Ausstellerinnen: Cristina Kahlo und Elisabeth Bala
-

Hört die Stimmen der Frauen
Mit eindrücklichen Stickbildern erzählen afghanische Dorffrauen aus der Region Laghmani nicht nur von Krieg und Gewalt, sondern auch von ihrer Kraft, ihrem Mut und ihrer unerschütterlichen Würde. Ihre Stickereien sind künstlerische Zeugnisse, die Leid dokumentieren, Hoffnung bewahren und Widerstandskraft sichtbar machen.
-

Frau.Leben.Freiheit – Geschichten in Stoff
Seit jeher zählen Nähen, Stricken, Häkeln zu den Frauen zugesprochenen textilen Kenntnissen, den „weiblichen Tugenden“. War um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert den Frauen noch eine Kunstausbildung an den Kunstakademien verwehrt, billigten ihnen Künstler und Kunstkritiker zumindest ein vermehrtes Verständnis für textiles Handwerk und Kunstgeschmack zu.
Die textilen Objekte stammen von Frauen aus allen Kontinenten, Kunsthandwerkerinnen, Frauengruppierungen, Künstlerinnen – alle Expertinnen in unterschiedlichsten textilen Techniken und Ausführungen.
-

33 Frauen, die die Welt bewegten
Das Ölgemälde von Catarina Chietti zeigt bedeutende Frauen aus Geschichte und Gegenwart – Frauenrechtlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen, humanitäre Aktivistinnen. Es ist inspiriert von Raffaels Fresko „Die Schule von Athen“, das berühmte Philosophen und Wissenschaftler der Antike in einer Phantasiearchitektur versammelt. Als vehementer Kommentar zum dortigen Männerclub werden hier epochemachende weibliche Leistungen, weibliche Brillanz und Kreativität, weibliche Schaffenskraft und Einsatzbereitschaft gefeiert. Alle dargestellten Frauen werden in Einzelporträts mit erläuternden Texten präsentiert.
-

Baustelle Frauenbild
Die Ausstellung „Baustelle Frauenbild“ präsentiert unterschiedliche Sichtweisen auf Frauen.
-

Geburtskulturen
Wie agieren Geburtshelferinnen im 19., 20. und 21. Jahrhundert, damit es Müttern und Neugeborenen gut geht? Porträts und Geschichten aus Franken, Südtirol und Irland.
-

Rück Blick Nach Vorne
Wie betreffen die Globalisierungsprozesse Frauen im Süden wie im Norden?
Wie kann über kulturelle Grenzen und gesellschaftliche Konflikte hinweg gemeinsam für soziale Gerechtigkeit und Frieden agiert werden?Kunstwerke zeitgenössischer Künstlerinnen kommunizieren mit traditioneller Ton-
und Flechtkunst, mit Stick-und Webarbeiten aus Protest-und Menschenrechts-
bewegungungen. Sie sind Ausgangspunkte für Reflexionen zu Erinnerung, Protest
und Widerstand gegen Menschenrechtsverbrechen, Verlust von Heimat,
Globalisierung, Raub von immateriellen Kulturgütern, Umweltzerstörung. -

Wie weiblich ist die Stadt? Fürth und die Partnerstädte
Die Frage, wie eine lebenswerte und liebenswerte Stadt aus Sicht ihrer Bewohnerinnen aller Altersstufen, von Expertinnen und Künstlerinnen aussehen sollte, wird am Beispiel der Stadt Fürth und ihrer Partnerstädte diskutiert.
Mit Daten, Bildern, Portraits, Geschichten und Installationen zu Fürth, Limoges, Marmaris, Midoun, Paisley und Xylokastro werden Antworten gesucht.
-

ausgekocht?
Welche Fragen stellen Frauen heute an Ernährung? Kochen scheint „out“ zu sein - immer seltener wird zuhause gekocht, schnelle Mahlzeiten werden durch industriell hergestellte Fertiggerichte ersetzt. Weltweit drängen internationale Unternehmen in die Küchen. Lebensmittelverschwendung und fehlende Nachhaltigkeit auf der einen Seite führen zu Unterernährung und Verlust von Ernährungsautonomie auf der anderen.
Gleichzeitig verbinden immer mehr Menschen mit Kochen und Essen auch Genuss, Lebensstil und soziale Verantwortung.
Wir zeigen Geschichten von Frauen aus aller Welt, die Kochen und Essen, Teilhabe und Gemeinschaft eine besondere Bedeutung geben – individuell, aber von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Sie machen Mut: Wir können das Lebensmittel- und Agrarsystem gestalten mit vielen kleinen und größeren Entscheidungen am Kochtopf. -

Kriegssocken und Peacemakerinnen
Mit unserer Ausstellung - 100 Jahre nach den Frauenfriedenskonferenzen - setzen sich Künstlerinnen, strickende und streikende Aktivistinnen und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt und über alle Grenzen hinweg mit vergangenen und gegenwärtigen Konflikten auseinander.
-

Gewonnene Jahre - Neues Zeitalter für Frauen?
Die Lebenserwartung der Frauen steigt - vor allem in Wohlstandsregionen. Wie werden gewonnene Jahre zur Lebensqualität? Die Ausstellung stellt Frauen vor, die auf vielfältigste Weise diesen neuen Lebensabschnitt gestalten. Sie machen entweder "weiter so", ohne einen deutlichen Übergang ins Alter zu verspüren oder sie nutzen ihn als Chance, "etwas Neues" zu beginnen. Sie pflegen und bewahren Traditionen (Re-member), vermitteln ihre Kenntnisse an die Jungen und setzen sich aktiv zum Wohle für die nachfolgenden Generationen ein (weise Frauen).
-

Weitere Ausstellungen aus dem mobilen Museum und Marstall finden Sie hier.